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Die kurze Geschichte von 14 Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet   (5. 4. 2019)

Šluknov (Schluckenau) 1738 – 1756

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Errichtung des ältesten Kreuzweges im Schluckenauer Zipfel war von einem Versprechen des Brauereigesellen Anton Drösel abhängig. Er versprach, dass wenn er in Šluknov (Schlucke­nau) Arbeit und Heim findet, erbaut er auf dem Steinhügel einen Kreuzweg.

Standort: Křížový vrch (Kreuzberg), 500 m SO von der St. Wenzels-Kirche (1710 – 1714)
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Erz­dekanat Šluknov (Schluckenau)
Baustil: Klassizismus
Errichtung: 1738 – 1756, 12 Stationen (I – XI, XIII), Kreuz (XII), Kapelle des Heiligen Grabes (XIV), Grotte des hl. Petrus und der hl. Maria Magdalena und Gethsemane-Garten. Im Umfang handelt es sich um einen Passionsweg.
Erweiterungen:
1770  Kalvarienkapelle (ursprünglich ein Holzkreuz)
ungefähr 1860/1870  Kapelle Kerker Christi
1872  Kapelle Letztes Abendmahl
1925  Kapelle Geißelung Christi
Gründer: Brauereigeselle Anton Drösel
Einweihung: 22. 7. 1756  von Franziskanern
Kreuzwegandacht: 22. 7.  (Feiertag der hl. Magdalena) und nachfolgende 7 Tage (Oktav)
Sanierung: 1995 – 2005  von der Stadt Šluknov (Schluckenau)
Neueinweihung: 10. 9. 2005  vom Schluckenauer Pfarrer P. Pavel Procházka
Denkmalschutz: Ja, Teil des denkmalgeschützten Areals.

Literatur...

Anonym: Der Kreuzberg von Schluckenau. Arciděkanský úřad ve Šluknově, okolo 1930
Jaburková, Iva: Křížový vrch ve Šluknově / Kreuzberg in Schluckenau. Město Šluknov, 2008. 42 s.
Jaburková, Iva: Křížové cesty u nás - Šluknov. In: Mlejn 1/2003
Mágrová, Klára: Výstava v Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do května (Šluknov). In: Děčínský deník, 2. 5. 2011, s. 9

Jiřetín pod Jedlovou (St. Georgental) 1759 – 1764

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Entstehung der Wallfahrtsstätte ist mit der Legende von sieben Brüdern der Famile Donth aus Jiřetín pod Jedlovou (St. Georgental) verbuden. Ihre wundersame Heilung fand nach Fürsprache von Jesus Christus beim Holzkreuz statt.

Auf dem Berggipfel ließ angeblich im Jahre 1699 der St. Georgentaler Priester P. Michael Gürtler ein Holz­kreuz aufrichten. In den Jahren 1759 – 1764 initiierte der St. Georgentaler Pfarrer Gottfried Liessner den Aufbau von 11 gemauerten Kapellchen, der Kapelle der Erhöhung des hl. Kreuzes, der Kapelle des Heiligen Grabes und dem Gethsemane-Garten. Den Kalvarienberg segnete am 17. 9. 1764 der Franzis­kanerpriester P. Leopold Schludenbach aus Hejnice (Haindorf). Später wurde eine Aufgang­stiege, die Statue des sitzenden Christus mit der Dornenkrone errichtet und das Gloriet mit der Statue der Jungfrau Maria Immaculata erbaut.
In den Jahren 1991 – 2007 und 2017 restaurierte der Inhaber – Gemeinde Jiřetín pod Jedlovou (St. Georgental) den Kreuzweg. Die letzte Restaurierung des Kreuzweges war Sieger im nationalen Wettbewerb Denkmal des Jahres 2017.

Vilémov (Wölmsdorf) 1765 – 1766

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Auf dem Hügel mit der Wallfahrtskapelle stand noch im Jahre 1740 eine Klause. Nach dem Tode des vorherigen Klausners bewarb sich erfolglos um seine Stelle Johann Lorenz Müller aus Wittichenau in Sachsen.

Standort: Ringsum den alten Friedhof, in der Nähe des Wall­fahrtskirchleins der hl. Mariä-Himmelfahrt (1728 – 1731), das nach Bauplänen des Baumeisters Zacharias Hoffmann (1678 – 1754) aus Lipová (Hainspach) gebaut wurde.
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Velký Šenov (Großschönau)
Baustil: Barock
Errichtung: 1765 – 1766, 13 Stationen (I-XIII) und Heiliges Grab (XIV)
Erweiterungen:
1767 Ausweißung des Heiligen Grabes (XIV).  Graf Leopold Salm-Reifferscheidt erwarb von der kaiserlichen Hofdruckerei 500 Büchlein über den Kreuzweg.
Gründer: Herrschaftsbesitzer Graf Leopold Salm-Reifferscheidt (16. 1. 1769 verstorben)
Kreuzwegandacht: 15. 8. (kirchlicher Feiertag Mariä-Himmelfahrt)
Denkmalschutz: Ja, Teil des denkmalgeschützten Areals

Literatur...

Anonym: Kým byli, když žili? In: Vilémovské noviny, prosinec 1997
Jaburková, Iva: Křížové cesty u nás - Vilémov. In: Mlejn 2/2003
Mágrová, Klára: Výstava v rumburské Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do konce května (Vilémov). In: Děčínský deník, 16. 5. 2011, s. 9
Naňková, Věra: Kostel ve Vilémově. In: Z minulosti Děčínska a Českolipska III, s. 217-223 Severočeské nakladatelství, 1977
Píša, Jindřich: Církevní stavebně-historické památky a pověsti severočeského regionu Šluknovska. Velký Šenov, 1993. 47 s. Rukopis

Brtníky (Zeidler) 1801 – 1804

Brtníky (Zeidler) - Blick zur Dreifaltigkeitskapelle © Jiří Stejskal

Bei der Kreuzwegandacht musste man einen zickzackförmigen Weg von einer Station zur anderen bis zum Güpfel benutzen, denn auf der linken Seite standen ungerade und auf der rechten gerade Stationen.

Bestandteil des Areals waren dreizehn Nischenkapellen, Kapelle des Heiligen Grabes, der Gethsemane-Garten und die Dreifaltigkeitskapelle (1768).
Der zerstörte Kreuzweg in Brtníky (Zeidler) erreichte in den Jahren 1998–1999 gemeinsam mit den Kapellen eine Renovierung. Initiiert wurde sie von hiesigen Einwohnern mit Beteiligung der Gemeinde Staré Křečany (Altehrenberg).
Im Jahre 2016 wurden die Kreuzwegstationen mit Bilderkopien von Josef Führich versehen. Die Stationskapellen erhielten die ursprüngliche Polychromie, grau und rot. Die Sanierung initiierte der Verein „Brtnický okrašlovací spolek Zeidler“, die Gemeinde Staré Křečany (Alt­ehrenberg) und die Ortseinwohner trugen bei. Am 14. 4. 2017 wurde der Kreuzweg vom Generalvikar des Leitmeritzer Bistums Mons. Martin Davídek gesegnet.

Jiříkov (Georgswalde) 1817 – 1826

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Standort: Um die Mauer des ehemaligen Friedhofes bei der St. Georgs-Kirche (1724 – 1728, eingeweiht 1729, erbaut nach Bauplänen des Baumeisters Johann Georg Aichbauer (1680 – 1737) aus Prag
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Jiříkov (Georgswalde)
Baustil: Barock
Errichtung: 1817 – 1826, 14 Kreuzwegstationen (I-XIV)
Gründer: Stiftung Frommer Bürger aus Jiříkov (Georgswalde), Genehmigung des Kreuzwegbaues vom 5. 9. 1816
Einweihung: 17. 5. 1827 zum Fronleichnamsfest
Letzte Renovierung: 2005 von der Römisch-katholischen Pfarrgemeinde Jiříkov (Georgs­walde). Nischen der einzelnen Kreuzwegstationen wurden mit Bilderkopien versehen. Sonst keine Renovierung.
Neueinweihung: 22. 5. 2005 vom Georgswalder Pfarrer P. Pavel Tichý
Denkmalschutz: Kein

Literatur...

Mágrová, Klára: Křížové cesty Šluknovska je výstava v rumburské Loretě, která je k vidění do května (Jiříkov). In: Děčínský deník, 18. 4. 2011, s. 9

Staré Křečany 1825 – 1833

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Standort: Um die Mauer des einstigen Friedhofes bei der Kirche des hl. Johannes von Nepomuk (1736 – 1740), erbaut nach Plänen des Baumeisters Johann Georg Aichbauer (1680 – 1737) aus Prag
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Staré Křečany (Altehrenberg)
Baustil: Klassizismus
Errichtung: 1825, 14 Stationen (I-XIV). Die ursprünglichen Bilder in Form von Steinreliefs sind am Missionskreuz erhalten (1822). Im Jahre 1892 bemalte Blechbilder angebracht. Im Jahre 1922 Beschaf­fung von Holzreliefs.
Gründer: Ignatz Wünsche und weitere Spender. Im Sockel der IX. Station eingrawierte Inschrift:
Gewidmet 1825 von Ignatz Wünsche
Einweihung: 16. 7. 1833
Sanierung: 2004 – 2005 von der Römisch-katholischen Pfarrei Staré Křečany (Altehren­berg)
Neueinweihung: 28. 5. 2005 vom Georgswalder Pfarrer P. Pavel Tichý
Denkmalschutz: Ja, Teil des denkmalgeschützten Areals

Literatur...

Mágrová, Klára: Výstava v Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do května (Staré Křečany). In: Děčínský deník, 2. 5. 2011, s. 9
Mágrová, Klára: Kostel sv. Jana Nepomuckého ve Starých Křečanech. Římskokatolická farnost Jiříkov, 2009. 22 s.

Annaberg u Lobendavy (Annaberg bei Lobendau) 1829 – 1834

Annaberg u Lobendavy (bei Lobendau) - Gethsemane-Garten © Jiří Stejskal

Zur Sehenswürdigkeit des Areals gehört die „Wunder­wasser“- Quelle. Überreste des Brünnleins findet man noch heutzutage zwischen einer Lindengruppe neben der Haupt­straße nach Lipová (Hains­pach).

Den Kreuzweg am Annaberg ergänzte in den Jahren 1829–1834 die Wallfahrtskapelle der hl. Anna (1775–1777) mit der Gnadenstatue der hl. Anna (Anfang des 16. Jahrhunderts). Den Kreuzweg bilden dreizehn Nischenkapellen. Die XIV. Station hat die Form der Hl. Grab-Kapelle. Im Jahre 1840 wurde der Kreuzweg erweitert, als der Gethsemane-Garten mit den Statuen schlafender Apostel, des Engels und Christus entstanden.
Dank Pater František Opletal wurde der Kreuzweg im Jahre 1988 restauriert. In den Jahren 2015 bis 2017 übergab die Gemeinde Lobendava (Lobendau) die Statuen aus dem Gethsemane-Garten zur Restaurierung. Die Wiederherstellung des Kreuzweges besorgte im Jahre 2017 die Gemeinde Lobendava (Lobendau). Steinmetzarbeiten führte Restaurator Martin Wágner aus und die gemalten Szenen schuf Karel Holub. Zur Einsegnung kam es am 2. 9. 2017.

Velký Šenov (Großschönau) 1856

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Die XII. Station (Kreuzigung) ist auf diesem Kreuzweg dreimal dar­gestellt. Als eine selbstständige Station, in Form des Holzkreuzes mit der Figur Christi und als Kalvarienkapelle.

Standort: Křížový vrch (Kreuzberg – ursprünglich Endlersberg), 900 m N von der
St. Bartolomäuskirche (1585 – 1590) am Südhang des Hügels
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Velký Šenov (Groß­schönau)
Baustil: Klassizismus mit Rokokoteilen (Muschel)
Errichtung: 1856, 13 Stationen (I – XIII), Heiliges Grab (XIV) und ein großes zentrales Holzkreuz mit Christus. Die Steinstationen fertigte der Bildhauer und Schnitzer Karl Otto aus Velký Šenov (Großschönau). Die Bilder malte J. Birnbaum aus Jiřetín pod Jedlovou (St. Georgental) nach Vorlagen von J. Führich.
Erweiterungen:
1862 Kapelle des Heiligen Grabes mit Figur des liegenden Christus vom Bildhauer Leopold Zimmer aus Krásná Lípa (Schönlinde). 1869 Bau der Kalvarienkapelle.
Gründer: Ambrosius Hille (1782 – 1863) aus Velký Šenov (Großschönau), Bruder des Leitmeritzer Bischofs A. B. Hille.
Einweihung: 8. 9. 1856 vom Leitmeritzer Bischof Augustin Bartolomäus Hille
Letzte Sanierung: 1997 – 2000, Renovierung vom Pfarrer P. Václav Horniak aus Dolní Poustevna (Niedereinsiedel) und von Pfarrkindern. Beteiligung durch die Stadt Velký Šenov (Großschönau).
Neueinweihung: 14. 9. 2000
Denkmalschutz: Kein

Literatur...

Jaburková, Iva: Křížové cesty u nás - Velký Šenov. In: Mlejn 6/2003
Mágrová, Klára: Výstava v Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do května (Velký Šenov). In: Děčínský deník, 9. 5. 2011, s. 9
Steinová, Nataša: Křížová cesta ve Velkém Šenově u Šluknova. In: Děčínské vlastivědné zprávy, ročník VIII, číslo 4/1998, s. 38-41. Děčín: Okresní muzeum, 1998
Píša, Jindřich: Církevní stavebně-historické památky a pověsti severočeského regionu Šluknovska. Velký Šenov, 1993. 47 s. Rukopis

Krásná Lípa (Schönlinde) 1857 – 1859

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Vor Errichtung eines Kreuzweges in der Gemeinde stand anfangs die Frage: Warum soll auch nicht in Krásná Lípa (Schönlinde) ein Kreuzweg entstehen? Diese Frage stellte sich Apolonia Schleitner nach ihrer Teilnahme bei der Einweihung des Kreuzweges in Velký Šenov (Großschönau).

Standort: Kostelní vrch (Kirchberg – ursprünglich Wolfsgruben), 50 m W von der Kirche der hl. Maria-Magdalena (1754 – 1758)
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Krásná Lípa (Schönlinde)
Baustil: Klassizismus
Errichtung: 1857 – 1859, 13 Stationen (I-XIII) und Kapelle des Heiligen Grabes (XIV). Im Umfang handelt es sich um einen Passionsweg.
Erweiterungen:
1886 Christusstatue - Allerheiligstes Herz Jesu
1894 widmete Theresia Dittrich der Kalvarienkapelle das Altarbild „Christus wird ins Grab gelegt“ von A. Frind (1852 – 1924) aus Krásná Lípa (Schönlinde).
1880 – 1900 Nischenkapelle mit Bild (Letztes Abendmahl) am Treppenaufgang und Nischenkapelle mit Bild (Gebet in Gethsemane).
Bauinitiator: Köchin Apolonia Schleitner aus Krásná Lípa (Schönlinde)
Einweihung: 11. 9. 1859 vom Leitmeritzer Bischof Augustin Bartolomäus Hille
Zustand: Zerstör in den 60. Jahren des 20. Jahrhunderts
Denkmalschutz: Kein

Literatur...

Belisová, N.: Putování po duchovním panství Krásnolipska. Ing. V. Hanák, Děčín 2005
Jaburková, Iva: Křížové cesty u nás - Krásná Lípa. In: Mlejn 7/2003
Koutová, Gabriela: Krásnolipský rodák malíř August Frind. Spolek přátel Krásnolipska, 2002. 12 s.
Lahmer, Robert: Gedenkbuch von Stadt Schönlinde. 1900
Mágrová, Klára: Výstava v rumburské Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do konce května (Krásná Lípa). In: Děčínský deník, 26. 4. 2011, s. 9

Království (Königswalde) 1859

Království (Königswalde) - Gesamtansicht © Jiří Stejskal

In der 2.Hälfte des 19. Jahrhunderts wett­eiferten der Schluckenauer Pfarrer P. Franz Kofer und P. Karl Wenzel aus Království (Königswalde), um den einfallreichsten, nach Verzierung, Aufmachung und von der Anzahl der Stationen den reichhaltigsten Kreuzweg.

Anlass zur Entstehung des Kreuzweges gab Pfarrer P. Wenzel Karl aus Království (Königs­walde). Er besteht aus 13 Stationen, Kalvarienkapelle, Kapelle des Heiligen Grabes, Gethsemane-Garten, Kapelle Christi Jail, die Station mit dem Bild des Letzten Abendmals und einer künstlichen Grotte. Im Jahre 2003 kam es zu einem erfolglosen Diebstahlversuch einiger Granitstationen. Die Stadt Šluknov (Schluckenau) renovierte im Jahre 2016 die Kapelle Christi Jail. Im Jahre 2017 wurden die Steinstationen abermals aufgestellt. Nach den originalen Holzreliefs wurden Gipsabdrücke der einzelnen Szenen gefertigt. Nach der Polychromierung werden sie im Verlauf des Jahres 2018 in die Nischenkapellchen eingesetzt. Die Reliefkopien wurden vom Ertrag der öffentlichen Sammlung bezahlt, an der sich deutsche Landsleute und gegenwärtige Statdbewohner beteiligten.

Fukov (Fugau) 1881, 2014

Fukov (Fugau) - Gesamtansicht und Steinsockel des Zentralen Friedhofskreuzes © Jiří Stejskal

Der einzi­ge Kreuzweg im Schluckenauer Gebiet, der sich zur heutigen Zeit nicht erhielt. Zerstört wurde er beim Abriss der gan­zen Gemeinde und bei der Spren­gung der St. Wenzels-Kirche am 23. 9. 1960. Im Jahre 2000 wurde ein Holz­kreuz aufgestellt, das an die Existenz der Kirche erinnert.
Den Kreuzweg bildeten 14 Stationen aus Jahre 1881. Im Jahre 1884 wurde der Gethsemane-Garten mit Sandsteinsta­tuen der Apostel, des Engels und Christus errichtet. Das Geld zum Bau des Kreuzweges wurde vom Verkauf von Grabstellen erworben. Im Jahre 2014 realisierte die Stadt Šluknov (Schluckenau) eine pietistische Wiederherstellung des Friedhofes, dessen Bestandteil auch eine symbolische Beschilderung des Kreuzweges war. In der Friedhofsmitte ist das restaurierte Friedhofskreuz postiert. Falls sich die Eigentumverhältnisse klären, ist eine Freilegung der Kirchen­grund­mauern geplant.

Rumburk (Rumburg) 1899 – 1900

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Der Kreuzwegbau war für den Stadt­rat ein Dorn im Auge. Als Problem zeigte sich nicht nur die Beschaffung des Finanz­betrages, sondern auch die Baugenehmi­gung.


Initiator des Kreuzwegbaues war der Rumburger Dechant P. Anton Ulbrich. Um die barocke Kapelle des hl. Johannes dem Täufer wurden 14 Stationen errichtet. Die Baupläne besorgte Baumeister Josef Hampel. Die Steinmetzarbeiten vollbrachte Stefan Winkler. Reliefs aus gebranntem Ton (Terrakotta) waren von Mayers Königlicher Kunstanstalt in München gekauft. Eingeweiht wurde der Kreuzweg am 1. 7. 1900. Im Jahre 1901 die Außenwand der Kapelle das Relief Christus im Gethsemane-Garten angebracht. Im Jahre 1908 wurde die Statu­engruppe Kreuzigung, die vor dem Gymnasiumgebäude stand, in die Mitte des Kreuz­weges versetzt. Im Jahre 1959 mietete die Orthodoxe Kirchengemeinde die Kapelle, das Wohn­gebäude und die umliegenden Grundstücke vom Rumburger Dekanat auf 99 Jahre, der Vertrag gilt bis zum Jahre 2058. Seit 2017 bereitet die Römisch-katholische Pfarrgemeinde Rumburk (Rumburg) Unterlagen zur Kreuzwegrestaurierung vor.

Varnsdorf (Warnsdorf) 1911 – 1912

Kreuzwegen im Schluckenauer Gebiet

Bemerkenswert ist die Verbindung der XI. bis XIV. Station, darge­stellt durch einen künstlichen Hügel mit Kalvarienberg, 2 Kreuz­wegszenen an den Seiten und der Nische des Heiligen Grabes auf der Rückseite des Hügels.

Standort: Entlang der Westgrenze des Gartengrundstückes neben der neugotischen Kirche des hl. Karl Borromäus (1903 – 1911), die sog. „Kirche ohne Turm“. Nach Plänen des Baumeisters Anton Möller aus Varnsdorf (Warnsdorf) erbaut vom Baumeister Franz Rott aus Varnsdorf (Warnsdorf).
Einweihung: 3. 9. 1911 vom Leitmeritzer Bischof Josef Gross
Seelsorge: Römisch-katholische Pfarrgemeinde Varnsdorf (Warns­dorf)
Baustil: Neugotik
Errichtung: 1911 – 1912, 10 Stationen (I-X), künstlicher Steinhügel, der die Stationen XI, XII (Kalvarienberg), XII und das Heilige Grab (XIV) verbindet. Die Steinstationen stammen von Franz Eger.
Gründer: Verein für den neuen Kirchenbau, entstand im südlichem Stadtteil, dem einstigen Karlsdorf.
Einweihung: 2. 3. 1912 von P. Thaddäus Walter, Vorsteher des Kapuzinerklosters in Rumburk (Rumburg)
Denkmalschutz: Ja, Tei des denkmalgeschützten Areals

Literatur...

Mágrová, Klára: Výstava v Loretě Křížové cesty Šluknovska je k vidění do května (Varnsdorf). In: Děčínský deník, 6. 5. 2011, s. 9

Jáchym u Lobendavy (Joachimsberg bei Lobendau) 19. Jahrhundert, 1916, 2017

Jáchym u Lobendavy (Joachimsberg bei Lobendau) - Gesamtansicht © Jiří Stejskal

Am Wegrand vom Fuße bis zum Gipfel des Joachim­berges standen sieben Granitbänke. Diese sieben Statio­nen stellten die sog. Sieben Schmerzen der Mutter Gottes dar. Vermutlich handelte es sich um Holzbilder, die auf Ständern befes­tigt waren.

Es entstand vermutlich in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ringsum die Kapelle des hl. Joachim (2. Hlf. 18. Jh.), wo es auf der Stabilen Katasterkarte (1843) nachgewiesen ist. Nach seiner Erneuerung wurde er vom Vorsteher des Kapuzinerklosters in Rumburk (Rumburg) P. Thaddäus Walter am 21. 7. 1916 eingesegnet.
Den Kreuzweg bildeten 13 Stationen, Kapelle des Heiligen Grabes, Kapelle der Kreuzigung und ein Kapellchen mit unbekannter Szene.
Zur Zerstörung des Kreuzweges kam es ungefähr in den 60. Jahren des 20. Jahrhunderts. Der Kreuzweg wurde in den Jahren 2016 – 2017 vom Inhaber der Firma Lesy ČR, Forst­ver­waltung Rumburk wieder neu errichtet. Es wurden neue Stationen aus Sandstein aufgestellt und die Kapelle des Heiligen Grabes (ursprünglich Kreuzungskapelle) wieder­her­gestellt. Auf der Stelle der Heiligen-Grab-Kapelle entstand ein Lapidarium. Der Kreuzweg wurde am 26. 5. 2017 eingesegnet.

Kapelle des hl. Joachim bei Lobendava (Lobendau) (18. Jahrhundert, nach 1914)
Die gegenwärtige Kapelle wurde nach dem Brand im Jahre 1914 erbaut. An demselben Ort stand eine Kapelle schon im 18. Jahrhundert. Die Kapelle steht auf dem Joachimsberg. Ursprünglich nannte man den Hügel nach der Kapelle, die hier stand, Annaberg. Nach Erbauung der Hl. Anna-Kapelle (1776 – 1777) auf dem zugänglicheren Hügel (Annaberg) nannte man ihn Alter Annaberg und zuletzt Joachimsberg.

Rettung der Kapelle des hl. Joachim bei Lobendava (Lobendau)
Die Römisch–katholische Pfarrgemeinde Lobendava (Lobendau) gemeinsam mit den Gemein­den Lipová (Hainspach), Lobendava (Lobendau) und der gemeinnützigen Organisation Nachfolger des Ignaz Rösler (Následovníci Ignaze Röslera, z. ú.) bereiten eine Rekonstruktion der Kapelle vor. Für einen Förderungserhalt zur Kapellenrettung ist eine finanzielle Beteiligung nötig. Seit dem 20. Mai 2017 verläuft eine öffentliche Sammlung. Falls sie Möglichkeit und Lust haben, können sie auf ein Konto oder nach Verabredung in die Sparbüchse des Sammlungsveranstalters beitragen.
Kontakt: http://www.jachym.estranky.cz/ *

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